Sakwa

Regie: Ben Asamoah
Originalfassung mit englischen Untertiteln / Belgien, Niederlande / 84 min.
Leokino

In einem kargen Raum sitzen zehn Männer und eine Frau auf Matratzen und beugen sich über die Laptops auf ihren Knien. „This client might be a good catch“, sagt einer. Auf seinem Bildschirm das Dating-Profil: Mann, 46, Kernersville, United States.)
Die ghanaischen Protagonisten in SAKAWA sind Experten darin, Männern in Europa und den USA auf der Suche nach Liebe oder Sex Geld aus der Tasche zu ziehen. Dafür geben sie sich als attraktive Frauen aus, nutzen Voice-Changer-Apps und downloaden Fotos hübscher Damen auf Facebook. Doch in diesem Film geht es um viel mehr als darum, wie Menschen in Ghana auf erfinderische und unmoralische Weise für ihre Existenz sorgen. Es geht um koloniales Erbe, um Voodoo, um Einsamkeit, Geschlechterrollen, Elektromüll, Internetrechte und um die globale Frage nach sozialer Gerechtigkeit.

Die anschließende Diskussion wird in englisch stattfinden.

Let's talk politics
Moderation: Sandra Schildhauer

Sandra Schildhauer studierte Pädagogik und Schauspiel in Innsbruck. Sie ist Moderatorin, Schauspielerin, Lehrerin und Aktivistin.

Ben Asamoah

Ben Asamoah ist belgischer Regisseur mit ghanesischen Wurzeln. Er studierte audiovisuelle Künste an der RITS School of Arts in Brüssel.
Sakawa ist sein erster dokumentarischer Langfilm.

Eric Burton

Eric Burton lehrt Geschichte an der Universität Innsbruck.
Seine Schwerpunkte sind Globalgeschichte, Dekolonisation und Befreiungsbewegungen sowie Entwicklungspolitik.
2019 war er Gastdozent an der University of Ghana.